TRICKSTERS - PARSON & JACK RUSSELL TERRIER

 
 
 
 

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Domino - der kleine "MiB" oder auch "des Paten Assistent" ;o)

 

Sein Motto:

"Mittendrin statt nur dabei"

Spitznamen: Mr. Dee - Dee - Diddel - DiddelDee oder auch DiddelWiddelDee :o)

Unbeabsichtigt, ungesucht und mehr als zufällig stolperte ich über ihn. Damals war er namenlos und hatte den Arbeits-Titel "Black Toe" verpasst bekommen, weil er an einer Vorderpfote eine schwarze Zehe hat.

Nach einer unbefangenen Fragestunde war klar, dass wir hier gefunden hatten, was es eigentlich nicht geben kann. Das blinde Huhn, das Korn und der Schnabel - oder so ähnlich.

Der Name war schnell gefunden, Domino musste sein bei einem Rüden, der schwarz-weiß ist und somit eine damals noch eher ungewöhnliche Farbe für deutsche Verhältnisse hat.

Nun ist er da, unser Domino-Steinchen, auch liebevoll Mr. Dee oder Diddel oder auch Diddelwiddel-Dee genannt.

Den Flug hat er unbeschadet und fröhlich überstanden, auch die Ankunft im Schoß der zukünftigen Familie und ebenso das Zusammentreffen mit dem Paten. Letzterer ist seither das erklärte Idol des Assistenten, wo der Don schnüffelt, ist Domino nicht weit entfernt, wo Spike bellt, steht er hinten dran und auch markiert wird in schöner Eintracht. Unglaublich, aber wahr.

Er hat sich sehr schnell eingewöhnt, rennt die Treppen mittlerweile wie ein Blitz, belagert die Couch und quetscht sich in jede noch so winzige Ritze, Hauptsache dabei. Draußen spielt er am liebsten Hasch-mich mit Mimi oder lässt sich von Hilde verkloppen. Nach ersten, zaghaften Ausflügen in fließende Gewässer ist er nun ein leidenschaftlicher Schwimmer und Planscher, die Kälte ist ihm ganz egal und Blubberblasen jagen findet er einfach nur toll. Wie immer - Spike schippert vorne weg, der Kleine hinterher.

Fressen ist seine große Leidenschaft, allerdings ist er nicht von der futterneidischen Sorte. Er mag Essen jedweder Art und probiert auch sehr gern Unbekanntes. So klaute er neulich die Tomaten aus den Salatresten vom Kompost. Nun ja, rote Tomaten bringen Farbe in´s Leben und Vitamine können ja nicht schaden. Seine Leibspeise ist aber - ungeschlagen ganz weit vorne - Hähnchen. Hähnchen in allen Variationen. Wenn es schnell gehen muss, Chicken McNuggets von McD, Brathähnchen vom Grill findet er aber mindestens genauso gut. Schneller hat man wohl noch nie ein Hunde-Schwänzchen wedeln sehen :o)

Nun ist Domino also eingebürgerter Deutscher mit offiziellem Wohnsitz hier bei uns, Spike poliert sein Image mit einer Männerfreundschaft auf, Mimi und Hilde haben einen neuen Spielkameraden und Buffy beobachtet mit Chefin Coco interessiert, was sich da so ereignet.

Mit im Gepäck hat Domino nicht nur seine Farbe, sein freundliches Wesen (er liebt Hunde, Katzen aber definitiv eher wie Alf es tat, und Kinder und alle Menschen sowieso) und seine handliche Größe, sondern auch noch einen exzellenten Pedigree, der uns Anschluss an die Linien bringt, die schon in den USA erfolgreich mit Bowie´s Nachzucht harmoniert haben. Ein Bruder lebt weiterhin bei seinem Züchter, ein weiterer Bruder ist zu Linda Edwards gezogen und hat dort bereits eine erfolgreiche Ausstellungskarriere begonnen und erste Nachzucht im Showring präsentiert.

Nachdem er nun statt an der Schleppleine frei laufen darf, ist er voll in das Trainingsprogramm eingestiegen und rennt. Zum Horizont und wieder zurück, dass die Ohren fliegen. Grinsend. Rennen rennen rennen. Das findet er toll. Mittlerweile nicht mehr ganz so weit wie am Anfang und auch wirklich zuverlässig heraneilend, wenn ich ihn rufe oder pfeife, klar, erstens gibt es Futter dafür und zweitens wird Frauchen sonst böse und es gibt kein Futter. Im ersten Bau war er auch schon drin um mal zu schauen, was so passiert, den ersten Fuchs hat er auch schon verfolgt (Frauchens spitzer Brüller drang aber doch noch durch), er ist also vielseitig interessiert und nicht auf Kopf, Augen und Nase gefallen, wobei er eindeutig ein "Augenmensch" ist, also extrem auf Bewegungsreize reagiert.

Beim Agi ist er auch mit von der Partie und unsere kleinen Übungseinheiten im eigenen Parcours daheim findet er toll. Wir arbeiten nach wie vor an der Konzentrationsfähigkeit, er ist immer überbemüht und freut sich sozusagen tot, wenn er was tun kann, was mit dem Hibbelhintern des Dauerwedlers zu etwas konträren Übungsverläufen führt. Aber Spaß hat er und er gibt immer alles, Volldampf voraus und Power bis zum Umfallen.

Die Begleithundprüfung haben wir zwischenzeitlich im April 2015 hinter uns gebracht, es steckt zwar ein Mehr an Arbeit dahinter als bei einem selbst aufgezogenen Hund (den man von Anfang an clickert und für den die Unterordnung dann eher ein spielerischer Trick wird), aber geschafft ist geschafft - besonders über die gute Ablage hab ich mich gefreut, denn geduldiges Liegen ist nicht seine Stärke.

Diddel macht das jedenfalls sehr gut, ist leicht motivierbar und wenn es um Bälle und Futter geht immer ganz vorne mit dabei. Wenn er Wasser sieht, ist er nicht mehr zu halten, er schwimmt um des Schwimmens willen und zwischendurch wird geplantscht, dass die Blubberblasen fliegen, denen man dann nachjagen kann. Nicht nur hübsch und nett, sondern auch noch agil, temperamentvoll und arbeitsam. Von daher schön, dass wir nicht auf den "guten Rat" von "kompetenter Seite" gehört haben, den Kerl zu einem "netten Familienhund" zu privatisieren *lach* !

Mit den nicht wirklich vielen Würfen, die er in den nun 6 Jahren seines deutschen Lebens gezeugt hat, hat er seinen Kindern seinen Drive und seine Power mitgegeben, so dass sich folgerichtig eine gute Zahl davon im Hundesport findet. Seinen engen Bezug zu Menschen haben sie auch bekommen, viele von ihnen sind daher Ein-Mensch-Hunde und suchen sich ihren Lebensmenschen aus, dem sie dann wirklich getreu dem Motto "durch dick und dünn und wo immer Du bist, werde ich auch sein" folgen. Auch wenn ich sein Lernverhalten nur mit der Einschränkung einer völlig anderen Aufzucht und der Übernahme mit 1 Jahr beurteilen kann, sind die Kinder alle sehr pfiffig, aufgeweckt und lernwillig - nicht allein dann, wenn es um Nützlichkeiten geht. Ach ja: wasserfreudig und dauerwedelig eh. Aufgrund der Power und der Cleverness ist eines aber sicher: es sind keine Hunde für Jedermann und schon garnicht für bequeme, inkonsequente und erziehungsfaule Couch-Potatoes. Das geht in die Hose, wie leider auch schon zu sehen war. Wer Ferrari fahren will, sollte nicht allein den Führerschein haben, sondern auch entsprechende Fahr-Erfahrung mitbringen. Und Schneid haben ;o)

Domino wird nun das tun, was er zuallererst mag: Spaßhund sein, wenig müssen, vieles dürfen. Ein wenig Agi Aufbau nebenbei läuft auch noch, wenn man die ersten zappeligen Minuten überstanden hat, macht er auch das sehr gut, vielleicht gibt es ja doch noch einen Erststart, bevor er Rentner wird. Seine Deckrüden-Karriere hat er beendet, zumindest was die außerhäusigen Deckeinsätze angeht, ein letzter bei Christiane und Roger in Berlin war lang geplant und freudig erwartet, von beiden Seiten. Nun deckt er nur noch bei mir, das stellt sicher, dass die Kinder dorthin kommen, wo sie hingehören: zu Menschen mit Verstand, denen die Arbeit mit dem Terrier Spaß und Freude bereitet.

Ich danke seinem Züchter Waylon von Panther Creek für das mir entgegengebrachte Vertrauen, war er doch der erste Hund aus diesem amerikanischen Kennel, der sich auf den Weg nach Europa machen durfte.

Thanks, Waylon, for entrusting this wonderful guy to us - we will keep you updated about his progress - he is gorgeous!!! And also a big thank you to Linda from Brillwood Kennel for the help in shipping Domino - you did a great job, Linda!


 
 
 

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